Der niedrige Ölpreis der letzten Jahre war wohl eine Illusion. Aber auch Gaspreise ziehen demnächst wieder an. Zeit, um 2018 auf eine Pelletheizung umzusteigen! Doch, ist mein Haus überhaupt für eine Pelletheizung geeignet? Nach wie viel Jahren rechnet sich eine Pelletheizung? Wie bekomme ich einen Überblick im "Förderdschungel"? Wenn mein Öltank rauskommt, langt dann der Platz für die Pellets? Hier sind die besten Online-Planungshilfen um diese Fragen zu beantworten.

1. Ist mein Haus überhaupt für eine Pelletheizung geeignet?

Jedes Gebäude ist anders. Nicht jede Heizung ist auch für jedes Gebäude gleich gut geeignet. Wesentlich für die Wahl eines passenden Heizsystems ist der Heizwärmebedarf eines Bauwerks. Dieser hängt wiederum stark vom Dämmstandard des Gebäudes ab.

Mit dieser Heizungs-Matrix der Initiative klima:aktiv können Sie schnell und einfach prüfen, welche Heizungssysteme für Ihr Gebäude am besten geeignet sind. Lesenswert in diesem Zusammenhang ist auch der Artikel "Heizungserneuerung oder Wärmedämmung?"

2. Nach wie viel Jahren rechnet sich eine Pelletheizung?

Konnten Sie sich bisher nicht entscheiden Ihre alte Heizung zu ersetzen? Vielleicht weil eine Pelletheizung zunächst mehr kostet als eine neue Öl- oder Gasheizung? Dafür zahlen Sie jährlich deutlich weniger Brennstoffkosten! Doch wie viel genau? Und nach wie viel Jahren rechnet sich dann eine Pelletheizung?

Mit dem Energieverbrauchsrechner der "Aktion Holzpellets" kalkulieren Sie schnell den Kosten- und Umweltvorteil einer Pelletheizung.

Sie geben einfach ein, wie viel Öl (bzw. Erdgas, Flüssiggas oder Strom für eine Wärmepumpe) Sie im Jahr verbrauchen. Sie erhalten dann einen Vergleich der jährlichen Verbrauchswerte und sehen sofort, nach wie viel Jahren sich eine Pelletheizung rechnet.

Mit dem Energieverbrauchsrechner können Sie auch Rahmenbedingungen wie Finanzierungszins und die Energiepreissteigerungsraten auch individuell anpassen und variieren.

3. Förderung einer Pelletheizung - Überblick im "Förderdschungel"

Eine neue Pelletheizung kann zu sehr zu attraktiven Bedingen gefördert werden. Doch keiner blickt im "Förderdschungel" so richtig durch. Den besten Überblick über die diversen Förderungen bietet die "Förderfibel" des Deutschen Pelletinstituts (DEPI). Diese enthält einen „brandaktuellen“ Überblick über die direkten Zuschüsse oder Darlehen, die Ihnen zustehen, wenn Sie sich beim Heizungstausch für einen Pelletkessel entscheiden.

Auf der Seite 13 finden Sie einen vereinfachten Überblick über die Förderung von Pelletanlagen.

4. Öltank raus – langt mein Platz für die Pellets?

Beim Umstieg von einer Ölheizung auf Pellets bietet sich der Öllagerraum als ideales Pelletlager an. Als grobe Faustformel gilt, dass 3 Kubikmeter Pellets den gleichen Heizwert wie ca. 1.000 Liter Heizöl haben. Bei Lager mit Schrägboden müssen Sie ca. 30% mehr Raum für den Leerraum unter und über den Pellets vorsehen.

Mit dem Lagerkalkulator können Sie schnell ermitteln, ob Sie auch genügend Platz für die Pelletlagerung haben.

5. Die Vorteile einer Pelletheizung

  • Pellets sind klimafreundlich, weil sie C02-neutral verbrennen
  • Es gibt kein Transport- und Lagerrisiko – Umweltrisiken wie bei Öl entfallen
  • Eine Pelletheizung hat hohe Wirkungsgrade von bis zu 95 Prozent und geringe Emissionen
  • Eine Pelletheizung ist kostengünstig: Es entstehen langfristig geringere Energiekosten im Vergleich zu Öl und Gas.
  • Staatliche Förderprogramme erleichtern die Neuanschaffung.
  • Der Pelletpreis entwickelt sich unabhängig von Öl- und Gaspreisen, die im Zuge knapper Ressourcen mittelfristig steigen werden.
  • Pellets werden regional produziert und geliefert – das schafft Arbeitsplätze in der Region.
  • Pelletsheizungen sind komfortabel und pflegeleicht in Betrieb und Wartung.